WAS SIE ÜBER SYNCHRONMOTOREN WISSEN SOLLTEN

Was unterscheidet die Synchron- von Asynchronmotoren?

Im Gegensatz zu Asynchronmotoren haben die Synchronmotoren einen mit Permanentmagneten besetzten Rotor. Deshalb weisen sie andere Eigenschaften auf:
> besserer Wirkungsgrad
> konstante Drehzahl (unabhängig von Lastschwankungen)
> sehr kurze Start-/Stoppzeiten
> Selbsthaltemoment im stromlosen Zustand

Für welche Nennspannungen sind die Motoren lieferbar?

Prinzipiell sind Wicklungen für alle Spannungen zwischen 12 V~ und 3 x 500 V~ lieferbar. Standard sind Wicklungen für 230 V~, 115 V~, 24 V~, 3 x 400 V~ und 3 x 230 V (Frequenzumrichterbetrieb).

Wofür werden die Kondensatoren benötigt?

Kondensatoren werden nur bei Einphasenmotoren benötigt. Die Wicklung trennt sich in die Haupt- und die Hilfsphase. Die Hauptphase ist direkt mit der Netzspannung verbunden. Dagegen wird vor der Hilfsphase ein Kondensator angeschlossen um die notwendige Phasenverschiebung für das umlaufende Drehfeld zu erhalten. Drehstrommotoren benötigen keinen Kondensator.

Wie kann die Motordrehzahl verändert werden?

Die Drehzahl von Synchronmotoren hängt ausschließlich von der Netzfrequenz und nicht von der Belastung oder Spannung ab. Mittels eines Frequenzumformers können die Motoren der  ROBASE Baureihe zwischen 7-70 Hz (ROSYNC und ROSLYDE: 1-70 Hz) betrieben werden. Wir empfehlen für den Betrieb am Frequenzumformer die Motoren der ROSYNC- und ROSLYDE-Serie sowie die 6-poligen Motoren der ROBASE Serie.

Benötige ich eine Bremse?

Durch den Einsatz von leistungsfähigen Permanentmagneten verfügen Synchronmotoren über ein Selbsthaltemoment im stromlosen Zustand. Somit weisen unsere Motoren keinen Nachlauf auf und sind optimal für den Reversierbetrieb geeignet. Falls die Anwendung eine höheres Selbsthaltemoment erfordert, sind unsere 4-poligen Motoren der ROBASE Baureihe besonders geeignet.

Werden die Motoren bei kurzzeitiger Blockade beschädigt?

Bei kurzzeitiger Blockierung des Motors entsteht keine thermische Schädigung der Wicklung. Trotzdem sind Blockaden möglichst zu vermeiden, um Schäden im Getriebe vorzubeugen.

Wie sind die Antriebe gegen Staub und Wasser geschützt?

In der Norm DIN VDE 0530, EN 60529, Teil 5 werden die Schutzarten für Gehäuse (gilt nicht für die Abtriebswelle) von umlaufenden elektrischen Maschinen definiert. Die Angabe der Schutzart erfolgt durch die Kennbuchstaben IP sowie zwei Kennziffern. Unsere Antriebe werden standardmäßig in IP40 geliefert. Die Klemmenkastenversion ist optional auch in Schutzart IP55 erhältlich.

Welche Betriebsarten sind für die Motoren möglich?

Die Motoren sind standardmäßig für Dauerbetrieb ausgelegt. Um höhere Abgabeleistungen zu erreichen, kann die Wicklung auch verstärkt werden. Gleichzeitig verringert sich die mögliche Einschaltdauer. Es sind derzeit Wicklungen für S2 und S3-Betrieb lieferbar. Die auf dem Typenschild angegebene Einschaltdauer ist einzuhalten. Anderenfalls wird der Motor durch Überhitzung zerstört. Der Motor kann zusätzlich mit einem Thermoschutzschalter gegen Durchbrennen gesichert werden.

Können die Antriebe auch bei hohen bzw. niedrigen Umgebungstemperaturen betrieben werden?

Unsere Antriebe sind für Umgebungstemperaturen von -25°C bis +50°C ausgelegt, die Planetengetriebe für -10°C bis +60°C. Bei abweichenden Umgebungstemperaturen bitte anfragen.

Ist es problematisch, dass der Motor im Betrieb heiß wird?

Die Motoren sind nach Isolationsklasse F für eine maximale Wicklungstemperatur von 155°C bei einer Umgebungstemperatur von höchstens 50°C ausgelegt. An der Gehäuseoberfläche können bei längerem Betrieb hohe Temperaturen erreicht werden, ohne dass der Motor Schaden nimmt. Für die Wicklung wird ein bis 180°C temperaturbeständiger Draht verwendet.

ACHTUNG: Bei Motoren für Kurzzeitbetrieb darf die vorgeschriebene Einschaltdauer nicht überschritten werden!

Können die Synchronmotoren auch als Schrittmotoren betrieben werden?

Unsere Synchronmotoren können mit anderer Verschaltung der Spulen auch als Schrittmotoren betrieben werden. Besonders geeignet sind die 6-poligen Motoren aufgrund des günstigeren Resonanzverhaltens.